#rodambergbrennt

Die Kampagne:
Mit provokanten Werbesprüchen wollen wir Aufmerksamkeit erregen, Vorurteile plakatieren und widerlegen, sowie eine Konfrontation mit dem akuten Personalproblem erreichen.

Erschreckend wirken diese Worte, nicht wahr?
Nun schauen Sie von diesen Zeilen auf, gehen zum Fenster und stellen fest: Rod am Berg brennt gar nicht.
Die Feuerwehr Rod am Berg hat zu wenige Feuerwehrleute um im Notfall effektiv helfen zu können!
Mit der Werbekampagne #rodambergbrennt wollen wir genau auf dieses Problem aufmerksam machen.
"Für mich ist das nichts" oder "Ich habe keine Zeit" werden Sie jetzt vielleicht denken.
Das haben einige der jetzt Aktiven Kräfte auch gedacht...bis sie es ausprobiert haben!

Interesse? Wir üben wechselweise Montags oder Donnerstags von 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr.

Du erreichst uns über Facebook, Instagram, per Mail oder über das Kontaktformular. Sprich uns einfach an!







Natürlich ist die Arbeit bei der Feuerwehr vollkommen geschlechtsunabhängig. Aktuell sind drei Frauen bei der Feuerwehr Rod am Berg aktiv. Eine von ihnen mit Führungsverantwortung.
Eine vielfältige Einsatzabteilung ist in jedem Fall eine Bereicherung.

In Neu-Anspach gibt es keine Berufsfeuerwehr. Bei Bränden, Verkehrsunfällen oder sonstigen Notlagen sind die freiwilligen Kräfte der Feuerwehr im Einsatz.
Ihre Tätigkeit in der Feuerwehr leisten sie neben Beruf, Familie und Freizeit.

Hand aufs Herz! Wer hat nicht schon einmal die Feuerwehr mit regelmäßigem Alkoholkonsum in Verbindung gebracht? Ursache dafür ist vermutlich, dass es häufig der Förderverein der Feuerwehr ist, der Feste im Ort ausrichtet. Wer aktiv an Einsätzen und Übungen teilnimmt, für den gilt zu diesem Zeitpunkt jedoch die 0,0 Promille-Grenze!

Seit vielen Jahren richtet der Förderverein der Feuerwehr Rod am Berg die Kerb am ersten Septemberwochenende aus. Ein Feuerwehrverein kann jedoch ohne eine Einsatzabteilung in diesem Stadtteil nicht existieren. Ohne die Feuerwehr wird also auch die Tradition der Kerb ein Ende finden.

Hand aufs Herz! Wer hat nicht schon einmal die Feuerwehr mit regelmäßigem Alkoholkonsum in Verbindung gebracht? Ursache dafür ist vermutlich, dass es häufig der Förderverein der Feuerwehr ist, der Feste im Ort ausrichtet. Wer aktiv an Einsätzen und Übungen teilnimmt, für den gilt zu diesem Zeitpunkt jedoch die 0,0 Promille-Grenze!

Lange Jahre wurden die Einsatzkräfte in Rod am Berg durch eine Sirenenalarmierung zum Einsatz alarmiert. Jeder im Ort wusste dann, dass in den nächsten Minuten die Feuerwehr unterwegs sein wird. Heute gibt es keine Sirenen mehr. Alle Einsatzkräfte tragen einen Pager bei sich, der im Einsatzfall piepst.

Ehrenamt benötigt viel Eigeninitiative. Wie wir auch am eigenen Leib erfahren, ist es nicht selbstverständlich, "Dienst für den Nächsten" zu leisten.

Feuerwehr ist nicht rational erklärbar! Alles stehen und liegen zu lassen um sich im nächsten Moment auf den Weg zum Feuerwehrhaus zu machen...
...einem in Not geratenen Mitbürger durch die erlangten Fähigkeiten helfen zu können
Das ist mehr als ein Hobby - es ist Leidenschaft!

Gießt man Öl in ein Feuer, erzeugt man eine Stichflamme, große Hitze und viel Aufmerksamkeit im Umfeld. Genau diese Aufmerksamkeit braucht die Feuerwehr Rod am Berg. Ist das Feuer erstmal erloschen, braucht es viel brennbares Material um es wieder zu entfachen.

Gesetzliche Vorgaben gibt es bei der Feuerwehr natürlich auch reichlich. Neben der Zeit für Spaß  im Team und Freizeitaktivitäten der Jugendabteilungen, sollte man natürlich den ernsten Hintergrund der Nachwuchsförderung nicht außer Acht lassen. Es gilt, heute wie in Zukunft, zu jeder Tages-und Nachtzeit im Notfall helfen zu können.

Ein kleines Wortspiel, das sicherlich einleuchtet Früher oder später kommt es zu einem Brand oder einer "brenntslichen" Situation. Das Eingeständnis: "....hätten wir doch mal...." wollen wir alle verhindern.

Die Situation, dass die Feuerwehr vor dem Feuer an der Einsatzstelle ist, wird es nicht geben. Daher ist es wichtig, so schnell wie möglich nach einem Brandausbruch vor Ort zu sein, um eine Ausbreitung zu verhindern. Ohne genug Personal, kommen wir aber zwangsläufig irgendwann mal zu spät!


Entstehung
Die Freiwillige Feuerwehr Rod am Berg besteht seit 1932 und damit ziemlich genau seit 90 Jahren.

  • vom Materialanhänger zum modernen Löschfahrzeug
  • vom Baumwollanzug zur genormten Brandschutzkleidung
  • von der Kurbelsirene bis zum digitalen Pager

Die Feuerwehr wandelt und entwickelt sich.

Die Freiwillige Feuerwehr
Die Stadt Neu-Anspach ist verantwortlich dafür, den Brandschutz für die Bürger sicherzustellen.
Dazu gehört insbesondere das Betreiben einer Einsatzabteilung in den einzelnen Stadtteilen.
In Hessen besteht ab 100.000 Einwohnern die Notwendigkeit einer Berufsfeuerwehr. Dies ist natürlich sehr kostenintensiv.
Mit ca. 14.600 (Stand 2020) Einwohnern kann der Brandschutz in Neu-Anspach nur über den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr abgedeckt werden.
Das bedeutet, es braucht ausreichend ehrenamtlich engagierte Bürger, die Mitglied einer Einsatzabteilung sind.
Seit Jahren wird es immer schwieriger eine ausreichende Anzahl an Freiwilligen für dieses Ehrenamt zu gewinnen. Gründe dafür sind vermutlich das deutlich gestiegene Alternativangebot im Bereich der Freizeitgestaltung, geburtenschwächere Jahrgänge und die Entwicklungen der Feuerwehr und ihrer Aufgaben selbst.
Doch was bedeutet das Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr?
Zunächst mal sollten Vorurteile aufgeklärt werden: als Mitglied der Einsatzabteilung stellen weder eine technische oder handwerkliche Ausbildung noch trainierte Muskelkraft Teilnahmevoraussetzungen dar.
Vielmehr stehen Lernbereitschaft, Teamfähigkeit und Lösungsorientiertheit im Vordergrund.
Mit dem Grundlehrgang erhält man Basiswissen, welches in den Übungen in der Stadtteilwehr vertieft wird. In der Feuerwehr wird immer truppweise gearbeitet. Ein Trupp besteht aus dem sog. Truppmann und dem Truppführer – sprich, man ist nie alleine. Wenn die Grundlagen erlernt wurden folgen weitere Lehrgänge die im Laufe der Jahre absolviert werden.
Durch stetige Fort-und Weiterbildung bleibt die Einsatzgruppe zum Vorgehen im Brandschutz und der technischen Hilfeleistung auf einem aktuellen Wissensstand.
Jeder von uns nutzt beispielsweise diverse technische Geräte zuhause, die ebenso Berücksichtigung beim Thema Brandschutz erfordern. Auch die vergangenen Unwetter sind jedem von uns noch gut in Erinnerung und zeigen, dass das Engagement ausgebildeter Feuerwehrmitglieder unerlässlich ist und jedem zu Gute kommen kann.

Ausbildung
Die Aus-/Fort- und Weiterbildung der Mannschaft wird von Führungskräften organisiert und durchgeführt. Jedem Mitglied der Einsatzabteilung ist es möglich die dafür notwendigen Lehrgänge zu absolvieren.
Ein vollbesetztes Löschgruppenfahrzeug – kurz LF – besteht aus neun Personen. Jedem Sitzplatz im Fahrzeug ist bereits im Vorfeld eine genaue Position und Aufgabe zugeordnet. Nur so ist gewehrleistet, dass im Einsatzfall jeder seine Aufgabe kennt und schnellstmöglich geholfen werden kann. Jeder nicht besetzte Platz führt zwangsläufig zu mehr Aufgaben der übrigen Einsatzkräfte und im schlechtesten Fall zu Verzögerungen. In Rod am Berg herrscht ein akuter Führungskräftemangel und zusätzlich zählen wir nur noch 18 aktive Mitglieder der Einsatzabteilung. Das Gesetz fordert zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit für ein Löschgruppenfahrzeug 9 Personen inklusive einer 100% Ausfallreserve die zu jeder Tages-und Nachtzeit verfügbar ist. Demnach erreichen wir in unserer Einsatzabteilung gerade so die gesetzliche Forderung.
Doch nicht jede Einsatzkraft ist zu jeder Übung und vor allem zu jedem Einsatz da.

Hilfe in 10 Minuten
In Hessen gibt der Gesetzgeber eine Hilfsfrist von 10 Minuten vor. Die Hilfsfrist ist die Zeit von der Alarmierung, also dem Piepen der Pager der aktiven Kräfte, bis zum Zeitpunkt, zu dem das Löschgruppenfahrzeug inkl. Mannschaft am Einsatzort eintrifft.
Eine Einhaltung dieser Frist ist natürlich nicht möglich, wenn sich der reguläre Arbeits-, Ausbildungs- oder Studienort vieler Einsatzkräfte außerhalb von Neu-Anspach befindet.
Hinzu kommen Faktoren wie: Urlaub, Krankheit oder Teilnahme an Lehrgängen, die eine Einsatzfähigkeit blockieren.
Für Ausbildungen, Übungen und Einsätze stellt der Arbeitgeber die Einsatzkraft frei und erhält die Rückerstattung der Gehaltskosten für diese Zeit von der Kommune.

Der Nachwuchs
Selbstverständlich versuchen wir auch unseren eigenen Nachwuchs auszubilden. Dafür engagieren sich einige der aktiven Kräfte zusätzlich als Ausbilder in der Kinderfeuerwehr (für 6–9-Jährige) und der Jugendfeuerwehr (für 10-16-Jährige). Leider ist auch hier nicht jeder bei der Feuerwehr zu halten, da sich im Laufe des Erwachsenwerdens natürlich auch Interessen verändern oder der berufliche Werdegang zu einem Wohnortwechsel führt. Wir als Einsatzabteilung müssen uns aktuell noch 4-5 Jahre gedulden, bis wir die ersten Nachwuchsfeuerwehrfrauen und -männer in unseren Reihen begrüßen dürfen.

Und jetzt sind Sie gefragt
Unsere 18 Einsatzkräfte in Rod am Berg brauchen deshalb dringend Unterstützung!

Wir setzen mit dieser Werbekampagne auf Quereinsteiger aus dem Umkreis, um zukünftig wieder zu einer schlagkräftigen Feuerwehr werden zu können. Kommen Sie in unsere Einsatzabteilung und machen Sie sich ein eigenes Bild rund um das Thema Feuerwehr.






 
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